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SichtAchseKunst 2022 Grevenbroich – Die Erde heilen

 

Unter dem Namen SichtAchseKunst zeigt der Kunstverein Grevenbroich Werke von Künstlern:innen aus Grevenbroich und Umgebung. In unregelmäßigen Abständen werden die Künstler:innen eingeladen, zu einem festgelegten Thema oder Motto eine Arbeit einzureichen. Eine Auswahl dieser Arbeiten wird dann in der Villa Erckens ausgestellt. Im Jahre 2020 hatte der Kunstverein die Künstler:innen aufgefordert im Rahmen des 25-jährigen Jubiläums der Landesgartenschau Grevenbroich 1995 eine Arbeit zum Thema „Die Erde heilen“ einzureichen. Dies war das Motto der Landesgartenschau und ist heute aktueller denn je.

Die Resonanz war überwältigend – mehr als 70 Künstler:innen haben eine Arbeit eingereicht und die Ausstellung in der Villa Erckens sollte im Mai 2020 beginnen. Dann kam Corona und alles – auch die geplante Ausstellung – mußte abgesagt werden.

Im Jahr 2022 hat der Kunstverein sich dann entschlossen, die Ausstellung nachzuholen und die Künstler:innen aufgefordert, die seinerzeit eingereichte Arbeit für eine neue Ausstellung zur Verfügung zu stellen. Alle waren mit Begeisterung und großem Engagement dabei – „endlich kann es wieder losgehen“, war von allen Seiten zu hören.

Am 01. Mai 2022 war die Vernissage  – ein grandioser Tag. Mehr als 200 Besucher kamen zur Eröffnung. Hans-Joachim Onkelbach begrüßte die Gäste und Michael Kortländer, einer der Macher der Ausstellung „Die Grosse“ in Düsseldorf hielt eine bewegende Eröffnungsrede. Die Jazz!!!Brothers begleiteten die Feier mit musikalischen Einlagen. Die Ausstellung zeigt ein großes Spektrum kreativer und künstlerischer Schaffenskraft im Raum Grevenbroich und Umgebung. In Gemälden, Fotografien, Objekten und Skulpturen haben die Künstler:innen das Thema „Die Erde heilen“ auf beeindruckende und niveauvolle Weise aus unterschiedlichsten Blickwinkeln bearbeitet und visualisiert. Kurator der Ausstellung ist Berthold Hengstermann. Die Ausstellung ist noch bis zum 31. Juli 2022 im Museum Villa Erckens zu sehen.

Die Ausstellung ist ein schöner Beweis für die Lebendigkeit und Vielfalt der Menschen in Grevenbroich und Umgebung. Dies zu zeigen ist die Idee der SichtAchseKunst Grevenbroich. Besonders in der momentanen Situation mit Pandemie und Krieg in der Ukraine war es ein Anliegen des Kunstvereins ein optimistisches Signal zu setzen. 

Hierzu passt ein schönes Zitat von Gerhard Richter: „Kunst ist die höchste Form der Hoffnung“.

Ein hochinteressanter Tag in Essen

Am 26. März 2022 startete der Kunstverein eine Exkursion nach Essen. Zunächst stand ein Besuch der von Margarethe Krupp gestifteten Margarethenhöhe auf dem Programm. Eine Wohnsiedlung, die nach nach englischem Vorbild als eine der ersten deutschen Gartenstädte zwischen 1909 und 1920 entstand. Sachkundige Führer vermittelten uns die Geschichte, Architektur und den Charme der Künstlersiedlung während eines etwa 1 1/2 stündigen Spaziergangs.

Im Wirtshaus Rü waren für die Mittagspause und zur Stärkung Plätze reserviert. Danach stand nach kurzem Fußweg ein Besuch im berühmten Museum Folkwang auf dem Programm. Das Museum feierte im Jahr 2022 seinen 100. Geburtstag und zeigte zum Auftakt des Jubiläumsjahres die hochkarätige Ausstellung ,,Renoir, Monet, Gauguin. Bilder einer fließenden Welt“, die unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier stand. Erstmals seit über 70 Jahren waren Hauptwerke aus der impressionistischen Sammlung des japanischen Unternehmers Kojiro Matsukata (1866- 1950) wieder in größerem Umfang in Europa zu sehen sein. Auch hier hatten wir qualifizierte Führungen, die uns zu einzelnen Werken schöne Details und kleine Anekdoten vermittelt haben. Danach fuhren wir alle mit neuen Eindrücken und Erfahrungen im Bus wieder nach Grevenbroich. Alles in allem – für alle ein hochinteressanter und spannender Tag.

November 2021 | Ein Tag in Duisburg

Innenhafen Duisburg | Museum Küppersmühle | Ausstellung Andreas Gurski

Am 06. November 2021 besuchte der Kunstverein das MKM – das neue Museum Küppersmühle in Duisburg. Ein Industriedenkmal, das sich vom Getreidespeicher zu einem neuen Kulturbau gewandelt hat. Das neue Museum im lebhaften Duisburger Innenhafen ist eines der größten deutschen Privatmuseen und zeigt die Sammlung Ströher. Als Sonderausstellung waren ca. 60 Fotografien aus vier Jahrzehnten von Andreas Gurski zu sehen.

Zunächst stand für die zwei Gruppen des Kunstvereins eine interessante Führung durch den Duisburger Innenhafen an – mit beeindruckenden, aber auch kuriosen Geschichten zu den über die Jahre entstandenen vielseitigen Gebäuden und Freiflächen. Das Wetter spielte einigermaßen mit, es war trocken aber auch einigermaßen kühl. Um so mehr genossen alle Teilnehmer nach dem Rundgang durch den Hafen das gemeinsame warme Mittagessen im Restaurant König Pilsener.

Danach konnte eine Gruppe im Alleingang das architektonisch hochspannende Museum mit Werken von renommierten Künstlern wie Richter, Graupner, Penck etc. besuchen. Die andere Gruppe erhielt mit einer Führung durch die Ausstellung von Andreas Gurski interessante Einblicke in die Arbeiten des renommierten deutschen Fotokünstlers. Nach zwei Stunden wurde gewechselt und die zweite Gruppe erhielt ebenfalls eine Führung. Für alle war es ein interessanter Tag mit vielen neuen visuellen Eindrücken und Erfahrungen.

2019 | Kunstreise neckART

Kunst- und Kulturreise des Kunstvereins Grevenbroich – 17. bis 22. September 2019

Die diesjährige Kunst- und Kulturreise des Kunstvereins wurde zum 17. Male vom Kunsthistoriker und Programmplaner Markus Golser aus Stuttgart in bewährter Weise durchgeführt. Von Mannheim über Heidelberg, Bad Wimpfen, Marbach, Tübingen, Bebenhausen, Rottweil und Ludwigsburg war es für Markus Golser sozusagen ein Heimspiel, was sich nicht nur bei den Sach- und Detailkenntnissen sondern auch bei der Organisation bemerkbar machte.

Eine Besonderheit folgte der nächsten. Bei der Vielfalt und Abwechslung der Angebote ist es schwierig, den eigentlichen Höhepunkt der Reise zu bezeichnen. Die Schwerpunkte lagen bei Malerei und Plastik (Kunsthalle Mannheim, Schloss Ludwigsburg), Zeitgeschichte und Architektur (Heidelberg, Bad Wimpfen, Marbach, Tübingen, Bebenhausen, Rottweil Ludwigsburg), Literatur (Marbach mit dem Schiller-Nationalmuseum und Literaturmuseum der Moderne, Geburtshaus Schillers). Aber auch touristische Erlebnisse (Stocherkahnfahrt auf dem Neckar in Tübingen, Thyssenkrupp Testturm in Rottweil mit der höchsten Aussichtsplattform Deutschlands) und die regionale schwäbische Küche kamen nicht zu kurz. Genügend Zeit für eigene Erkundungen und Erholungen war angemessen eingeplant.

Die Reise war ein interessanter Einblick in Geschichte, Kunst, Kultur, Lebensgewohnheiten und die Mentalität der Schwaben.

2018 | Kunstreise

Die jährlich stattfindende Kunstreise des Kunstvereins Grevenbroich ging im Jahr 2018 nach Regensburg. Gerade wegen der bis heute erfahrbaren Bedeutung als politisches, wirtschaftliches und religiöses Zentrum wurde die oberpfälzische Metropole 2006 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Unter der Reiseleitung von Markus Golser erlebten die Teilnehmer die erlebnisreiche aber entspannte Reise als kulturellen Genuss einer Stadt, die mit ihren Plätzen, Palästen und Patrizierhäusern ein fast italienisches Flair besitzt.

Einen kleinen visuellen Eindruck dieser Reise geben die Bilder von Brigitte Schalenberg.