Zwischen Mittelalter und Moderne – das Elsass
Samstag, 03.10.2026 | Mittelalterliches und modernes Strasbourg
In diesem Jahr führte uns die drei-Tages-Kunstreise ins wunderschöne Elsass – das Basislager war Strasbourg. In Strasbourg angekommen unternahmen wir einen ausgiebigen Rundgang zwischen Gotik und Gegenwart. Die Gotik begegnete uns eindrucksvoll im gewaltigen Münster, dessen filigrane Architektur ebenso zu den herausragenden Leistungen deutscher Gotik gehört wie die überaus qualitätvolle Bauplastik, von der exemplarisch der berühmte Engelspfeiler und die Figuren des südlichen Querhausportals genannt seien.
Ein Rundgang durch die Altstadt führte uns u. a. zur Aubette. Die 1764-67 errichtete Hauptwache war 1927-28 von Theo von Doesburg, Hans Arp und Sophie-ToeuberArp zu einem modernen Vergnügungszentrum umgestaltet worden, dessen Räume die abstrakte Kunst der De StijlBewegung um Piet Mondrian in Innenarchitektur verwandeln. Das Hotel Holiday Inn war unser Quartier für drei Nächte.
Sonntag, 03.10.2026 | Erstein, Obernai und Strasbourg
Mit dem Museum Würth in Erstein hat der schwäbische Schraubenfabrikant Reinhold Würth seiner Museumsfamilie ein weiteres Kind hinzugefügt. Die derzeitige Wechselausstellung ,Zoom‘ präsentierte uns einen Querschnitt durch die umfangreichen Bestände moderner und zeitgenössischer Kunst.
Nach einer Mittagspause im pittoresken Obernai gestärkt, kehrten wir am Nachmittag zurück nach Strasbourg. Dort führte uns eine ausgiebige Bootsfahrt von der mittelalterlichen Altstadt in die wilhelminische Neustadt, die während der Zugehörigkeit des Elsass zum Deutschen Reich 1870-1918 entstanden war. Im modernen Europaviertel passierten wir u. a. die Gebäude des Europarats, des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte und des deutsch-französischen Fernsehsenders ARTE. Am frühen Abend erwartete uns in der Brasserie Louise ein Dreigängemenu – traditionelle und moderne in Einem.
Montag, 05.10.2026 | Weltkunst und Weinkeller in und um Colmar
In Colmar statteten wir dem von Herzog & de Meuron, den Architekten der Hamburger Elbphilharmonie, erweiterten und umgestalteten Musee d’Unterlinden einen ausgiebigen Besuch ab. Unter den Schätzen der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Kunst galt unser besonderes Augenmerk dem neu präsentierten lsenheimer Altar-
Am Nachmittag führte uns ein ausgiebiger Rundgang zunächst in die hochgotische Dominikanerkirche, in der uns mit der 1473 von Martin Schongouer gestalteten ,Madonna im Rosenhag‘ ein Hauptwerk der Altdeutschen Malerei erwartete. Vorbei an der Kollegiatskirche Saint-Martin und dem spätgotischen Koifhus gelangten wir durch das Gerberviertel in das von Kanälen durchzogene Petite Venise.
Südlich von Colmar erwartete uns im Weingut Bollenberg eine Kellereibesichtigung und eine Probe ausgesuchter Weine. Im dazugehörigen Restaurant des alteingesessenen Familienbetriebs fand bei einem Abendessen unser erlebnisreicher Tag seinen Ausklang.
Dienstag, 06.10.2026 | Rosheim, Hunspach und Wissembourg
Im Zentrum des von einer mittelterlichen Stadtmauer umschlossenen Rosheim erwartete uns die Pfarrkirche St. Peter und Paul. Die um 1170-90 errichtete Basilika gehört mit ihrem reich gegliederten Außenbau sowie einer Überfülle dekorativer und figürlicher Bauplastik zu den Höhepunkten der spätromanischen Architektur des Elsass. Unweit der Kirche sahen wir mit dem Romanischen Haus einen der wenigen erhaltenen Profanbauten des hohen Mittelalters.
Durch das malerische Fachwerkdorf Hunspach gelangten wir ins nordelsässische Wissembourg. Ein kurzer Stadtrundgang führte uns u. a. in die hochgotische Pfarrkirche St-Pierre-et-St-Paul. Bei Flammkuchen und Dessert stärkten wir uns für unsere Heimfahrt zurück nach Grevenbroich.
